Nachhaltigkeit in der Taschenmode

Nachhaltigkeit. Ein mehr oder minder diffuser Begriff, aber umso größer der dahinter stehende Wunsch der Modebranche, den wachsenden, gesellschaftlichen Forderungen nach sozialer Verantwortung, Respekt vor der Umwelt und einer Ressourcen schonenden Produktion gerecht zu werden. Der Ruf nach mehr Nachhaltigkeit und einem gewissenhafteren Umgang mit dem Planeten macht auch vor der Lederwarenbranche nicht halt. Die Mitarbeiter von Ledertrend setzen sich mit dem komplexen Thema ebenfalls auseinander.

Nachhaltigkeit: Was bedeutet das eigentlich?

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist ein Dauerbrenner in Branchen übergreifenden Diskussionen und wird von Wirtschafts bezogenen Medien kritisch reflektiert. Für viele Verbraucher ist der Terminus Nachhaltigkeit aber immer noch schwammig und wenig konkret – trotz kluger durchdachter Konzepte. Ledertrend definiert den Begriff folgendermaßen: Nachhaltig ist ein Produkt dann, wenn man es achtsam hergestellt, die Natur nicht an ihre Belastbarkeitsgrenzen bringt und sich im sozialen Umfeld auch keiner ausbeuterischen Praktiken bedient. Gemäß dem sogenannten ’Lexikon der Nachhaltigkeit‘ ist Nachhaltigkeit eine Entwicklung, die sowohl die Gegenwart als auch die Zukunft betrifft und sicherstellt, dass zukünftige Generationen nicht schlechter gestellt sind.

Woher kommt die Nachhaltigkeitsdiskussion?

Nachhaltigkeitsdebatten sind kein neues Phänomen. Bereits im 18. Jahrhundert fragte man sich in der Fortwirtschaft, wie das auf der Welt verfügbare Holz für immer halten könne, über viele Generationen hinweg. Viele Jahre später schwappte die Nachhaltigkeitsforschung dann über die Grenzen der Wissenschaft hinein in die Politik. Die Frage hinter allen Debatten: Wie müssen wir jetzt vorgehen, um unseren Enkelkindern und deren Enkelkindern einen intakten Planeten zu hinterlassen und ein gutes Leben zu ermöglichen? Wo liegen die Grenzen, und welche Fallstricke müssen wir in unserer hochtechnisierten Welt beachten? Insbesondere Öko- und Umweltbewegungen in den 1970er- und 1980er-Jahren verliehen der Nachhaltigkeitsdebatte mehr Schubkraft und eine stärkere politische Ausrichtung.

Was kann die Modebranche in Sachen Nachhaltigkeit leisten?

Fast-Fashion-Imperien und mit Billigproduktion verbundene Skandale sorgten dafür, dass sich der Blick für grüne Mode und Nachhaltigkeit in der Textilbranche schärfte. Eine Produktion in absoluter Rekordzeit und Verkaufspreise von 2,99 Euro pro T-Shirt werden zunehmend auf ihre negativen Begleiterscheinungen hinterfragt. Trotzdem verbrauchen viele Konsumenten ihre Kleidung wie Pappbecher: kaufen, konsumieren und weg damit. Einsparungen, etwa an den Sicherheitsstandards in den Fabriken, den Mitarbeiterlöhnen, der Materialqualität ermöglichen die Tiefpreise. Mensch und Umwelt nahmen und nehmen weiterhin durch unverantwortliche Produktionsmethoden irreversiblen Schaden. Mit dem Missstand kam der Gegentrend: Ökologische Mode, Upcycling, Second Hand gewinnen an Stellenwert und können inzwischen als Gegenstück zu unverträglicher Massenware gewertet werden.

Wann ist eine Tasche nachhaltig?

Auch Taschen und Lederwaren gelten heute oft als reine Konsumware: zu groß ist der Preisdruck und zu schnell die Marktdynamik. Doch auch in diesem Bereich wächst der Wunsch nach Nachhaltigkeit, und Ledertrend hat einige Möglichkeiten gefunden, um die Aspekte beim Taschen- und Lederwarenkauf zu berücksichtigen.

Transparenz ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Produktion. Immer mehr Labels verschaffen sich einen Überblick über ihre Lieferkette und arbeiten gemeinsam mit Zertifizierungsunternehmen wie z.B. Fairtrade an einer Verbesserung der sozialen Standards. Auch gewinnt die Produktion in Europa oder gar in Deutschland wieder an Bedeutung.

Viele Unternehmen der Lederwarenbranche sind mittelständisch geprägt und in Familienhand. Die Eigentümer produzieren seit vielen Jahren in Fernost. Ihre Geschäftsbeziehungen, etwa nach China, bestehen manchmal seit Jahrzehnten – und gehen weit über einen anonymen unpersönlichen Kontakt hinaus. Ledertrend kennt seine Lieferanten und informiert sie gerne persönlich über deren Geschäftsverständnis.

Auch bei den Materialien tut sich vieles. Viele Marken setzen auf möglichst schonende Gerbverfahren, nutzen ausschließlich Tierhäute, die als Abfallprodukt aus der Fleischgewinnung hervorgehen und lassen die Einhaltung von Grenzwerten und Produktionsstandards regelmäßig nachprüfen. Auch bei Kunstledern hat ein ernstzunehmender Wandel stattgefunden. Früher wurden Kunstledertaschen, für deren Produktion Erdöl genutzt wurde, für gravierende Umweltkatastrophen verantwortlich gemacht. Heute stehen auch Kunstlederhersteller unter stärkerer Beobachtung, zudem achten viele Hersteller auf die exakte Umsetzung von Sicherheitsvorkehrungen.

Wenn Sie Fragen zu nachhaltigen Taschen und Lederwaren haben, sprechen Sie unser Team von Ledertrend gerne an. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen bei der Suche nach einer Tasche, die Ihren Ansprüchen entspricht.

 

Fotoquelle: Unsplash.com

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